Solidarität bedeutet auch die politische Auseinandersetzung mit den Vorwürfen gegen die Beschuldigten. Deswegen werden nachfolgend Anschläge der militanten gruppe aufgelistet, zu denen sie sich bekannt hat.
| Datum | Art |
|---|---|
| Juni 2001 | Versendung von Drohbriefen und scharfer Munition an den Regierungsbeauftragten für die Entschädigung der Zwangsarbeiter, Otto Graf Lambsdorff, und an die Repräsentanten der „Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft“ |
| 22. Juni 2001 | Brandanschlag auf ein Fahrzeug der Daimler-Benz-Niederlassung in Berlin-Marienfelde |
| 05. Februar 2002 | Versuchter Brandanschlag auf das Sozialamt in Berlin-Reinickendorf, sowie Versendung eines Bekennerbriefes, einer scharfen Patrone und eines Messers an den Sozialstadtrat von Reinickendorf, Frank Balzer (CDU), der im Bekennerbrief als „Personifizierung des alltäglichen Sozialamtsterrors“ bezeichnet wird |
| 29. April 2002 | Brandanschlag auf Fahrzeuge der Daimler-Chrysler-Niederlassung in Großziethen |
| 01. Januar 2003 | Brandanschlag auf das Finanzamt Berlin-Neukölln |
| 26. Februar 2003 | Brandanschlag auf zwei Bundeswehr fahrzeuge in Petershagen |
| 18. September 2003 | Brandanschlag auf das Oberlandesgericht Naumburg (Saale) und ein Fahrzeug der Außenstelle der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) in Naumburg |
| Oktober 2003 | Brandanschlag auf Fahrzeuge der ALBA AG in Berlin-Reinickendorf |
| 01. Januar 2004 | Brandanschlag auf den Sitz des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin |
| März 2004 | Brandanschlag gegen das „MoZArT“-Projekt des Arbeitsamtes Berlin-Nord und Sozialamtes Berlin-Pankow |
| 07. Mai 2004 | Brandanschlag auf Fahrzeuge der Deutschen Telekom AG in Berlin-Wedding |
| 23. September 2004 | Brandanschläge auf eine Verwaltungseinrichtung des Asylbewerberleistungsgesetzes im Bezirksamt Berlin-Reinickendorf sowie auf das Sozialamt Berlin-Tempelhof-Schöneberg |
| 10. Januar 2005 | Brandanschlag auf einen Neubau des Discounters Lidl in Berlin |
| 29. April 2005 | Brandanschläge auf Fahrzeuge des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) in Potsdam und ein Privatfahrzeug eines Polizeibeamten in Berlin-Reinickendorf |
| November 2005 | Brandanschlag auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin-Steglitz |
| 17. Februar 2006 | Brandanschlag auf eine Renault-Niederlassung in Berlin-Reinickendorf |
| Februar 2006 | Versuchter Brandanschlag auf ein Fahrzeug des Centre Français de Berlin in Berlin-Wedding |
| 20. März 2006 | Brandanschlag auf den Fuhrpark des Ordnungsamtes Berlin Treptow-Köpenick |
| 09. April 2006 | Brandanschlag auf ein Polizeipräsidium in Berlin |
| 05. Mai 2006 | Brandanschlag auf zwei Dienstfahrzeuge der Berliner Polizei in Berlin-Lichtenrade gegen den Polizeieinsatz am 1. Mai in Berlin |
| 24. Mai 2006 | Brandanschlag auf das Sozialgericht in Berlin-Mitte anlässlich der Demonstration gegen Sozialraub am 3. Juni in Berlin |
| 20. Juli 2006 | Brandanschlag auf ein Autohaus in Berlin-Mitte |
| 04. September 2006 | Brandanschlag auf zwei Dienstfahrzeuge der Bundespolizei in Berlin-Lichtenberg anlässlich des Tods von fünf Flüchtlingen und eines Fluchthelfers, die durch ein Unfall in einem Auto nach einer Verfolgungsjagd starben. |
| 11. September 2006 | Brandanschlag auf vier Dienstfahrzeuge des Ordnungsamtes Berlin-Reinickendorf gegen die Ordnungs- und Sicherheitspolitik des Bezirks |
| 20. Dezember 2006 | Brandanschlag auf Garagen einer Arztpraxis in Dessau und Farbanschlag auf das Haus eines leitenden Polizeibeamten in Wolfen; Hintergrund ist der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh: Der Arzt hatte Oury Jalloh Blut entnommen und sollte sich nach dessen Tod rassistisch geäußert haben. Der Polizeibeamte soll als Dienstgruppenführer den Feueralarm aus Jallohs Zelle ignoriert und zweimal abgeschaltet haben, so dass für diesen jede Hilfe zu spät kam. |
| 15. Januar 2007 | Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bundespolizei in Oranienburg. Als Grund gibt die militante gruppe (mg) an, dass die Bundespolizei „das zentral ausführende Verfolgungs- und Abschiebeorgan von MigrantInnen und Flüchtlingen in der BRD“ sei. Die Aktion sollte direkt in die „Abschiebemaschinerie“ eingreifen und stelle ein Beispiel für militanten Antirassismus dar. Außerdem sei dieser Anschlag der erste Beitrag zur „militanten Kampagne gegen den G8-Gipfel“. |
| 16. März 2007 | Brandanschlag auf einen Bürokomplex des Verbandes Türkischer Industrieller und Unternehmer sowie der Italienischen Handelskammer für Deutschland e. V. in Berlin. Im drei Tage später aufgetauchten Bekennerschreiben setzten sich die Autoren mit dem Internationalen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen auseinander. |
| 18. Mai 2007 | Brandanschläge auf zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei in Berlin-Spandau. Das vier Tage später aufgetauchte Bekennerschreiben erklärt die Gründe des Anschlags – diese hingen unter anderem mit den Razzien vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 zusammen. |
Quelle: Wikipedia, August 2007
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